Sie mussten einige Lebensereignisse und Entwicklungsphasen hinter sich lassen - oder kurzum: sie mussten schon etwas älter werden -, um sich schließlich kennenzulernen und das gemeinsame Herzblut-Projekt aus der Taufe zu heben: die Pianistin und Sängerin Katharina Burges, der Autor und Interpret Torsten Gränzer und der Perkussionist und Klangdesigner Göran Schade, die als BURGES GRÄNZER SCHADE im Jahr 2019 ihr erstes und gleich für den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ nominiertes Album „Jenseits schillernder Welten“ veröffentlichten und mit einer Reihe von Auftritten in deutschen Theatern und auf Kleinkunstbühnen ein begeistertes Publikum hinterließen. Die Corona-Auftrittspause verschaffte dem Ensemble die Zeit, das nächste Album „Farben der Liebe“ zu produzieren, wozu sie sich dieses Mal interessante Gastmusiker*innen wie Gabriele Kienast (Violine), Franz Czaja (Bass), Jens Naumilkat (Cello) und Sebastian Pietsch (Saxophon) einluden, die gefühlvolle Akzente setzten.  

 

Wie gehabt greifen Burges, Gränzer und Schade dabei sowohl zutiefst persönliche als auch gesellschaftlich relevante Themen auf und schaffen damit ein gleichermaßen gefühlsbetontes wie kritisches ProgrammDabei zeigen sich weniger düster als auf dem Debüt, aber noch immer dunkel, etwas humorvoller, aber nicht lustig. Abermals erhielt das Trio dafür positive Kritiken: „Jeder Text bringt es auf den Punkt und selten erscheint ein musikalisch so unglaublich abwechslungsreiches Album“, äußert Hans Reul im Belgischen Rundfunk. „Ein musikalisch und textlich nicht immer leichter Brocken, der aber in seiner Tonalität und Machart ziemlich einzigartig ist.“ lobt die Wiener Kronen Zeitung und das Audio-Magazin zeigt sich „beeindruckt durch Hingabe zu mutigem Stilmix und lyrischen Texten“ und kürt das Album in seiner April-Ausgabe zur „audiophilen CD des Monats“. Auch dieses Album erhielt seine Nominierung für den "Preis der deutschen Schallplattenkritik".

 

BURGES GRÄNZER SCHADE erarbeiteten mit „Jenseits schillernder Welten - Farben der Liebe“ ein Werk aktueller Themen, in dem die anfänglichen Unterschiedlichkeiten der musikalischen Hintergründe der Künstler*innen - der Dreck des Punks und der Direktheit des Rocks auf der einen, sowie der Feinfühligkeit des Jazz, Souls und der Eleganz der Klassik auf der anderen Seite - zunehmend verschmelzen und eins werden. Wieder lassen die Stücke Raum für persönliche Interpretationen, einmal mehr lassen sie sich nicht in eindeutige musikalische Stile pressen und sind sowohl von kompositorischer als auch von rhythmischer Vielfalt geprägt.