ALBUM "JENSEITS SCHILLERNDER WELTEN"

13 musikalische Stücke aus dem Programm "Jenseits schillernder Welten" sind von Jürgen Block (u.a. Keimzeit, Filmorchester Babelsberg, Club der toten Dichter) für das im Juni 2019 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominierte Album aufgenommen und produziert worden. Inhaltlich stellen Katharina Burges, Torsten Gränzer und Göran Schade in den einzelnen Stücken den gelebten Irrsinn der Menschheit dar („Die Welle über den Welten“), erleiden nächtliche, albtraumhafte Bilder, in denen die Vergangenheit sich einen Weg ins Bewusstsein bahnt („Nach Mitternacht“) und beschreiben die beängstigenden Halluzinationen eines Entzuges („Visionen“). Sie verdeutlichen die Auswüchse eines irgendwie nach Erbrochenem schmeckenden und die Menschlichkeit nur zu oft unterdrückenden Kapitalismus („Der Kotze-Blues“), kommen in einem avantgardistischen Seelenausbruch dem Wahnsinn ziemlich nahe („Juni“), begegnen religiöser Verwirrung mit einem Gospel-Song („Das Relikt“), stellen sich sanft der eigenen Vergänglichkeit („Die Zeit - Jahre)“ und sind auf der Suche nach Halt und verlässlichen Beziehungen („Trag mich - durch die Wüste“). Der Zerrissenheit folgen Momente der Akzeptanz des eigenen Seins, um dann doch wieder in den Kampf gegen die Unzulänglichkeiten der Menschheit zu ziehen. Wofür sich das Leben dann doch lohnt, wird spätestens in einem kindgerechten, liebevollen Schlaflied klar. Die Stücke bewegen sich zwischen Tango und Blues, zwischen Pop und Jazz, zwischen Klassik und Avantgarde, können aber nie ausschließlich als das eine oder andere eingeordnet werden. Zu unkonventionell wird jene Bandbreite der Stilmittel eingesetzt, um Wut, Schwermut und Besänftigung zu verdeutlichen und die Rationalität der Gedanken mit der Urwüchsigkeit der Gefühle zu vereinen. Dabei ist es Jürgen Block gelungen, die Intensität der Live-Aufführungen gekonnt einzufangen, sie mit geschickten Eingriffen zu verfeinern und ein audiophiles Klangerlebnis zu kreieren, das selbst die Künstler immer wieder berührt und manch befreiendes Lächeln in ihre Gesichter zaubert.  Katharina Burges, Torsten Gränzer und Göran Schade sehen das Album als Momentaufnahme, als lediglich kleinen Ausschnitt ihres Weges und hoffen, dass damit die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Zu nah bewegt sie sich am Leben ihrer Darsteller…

 

01    Nicht lebensfähig

02    Ankunft

03    Nach Mitternacht

04    Visionen

05    Der Grab-Tango

06    Die Zeit (Jahre)

07    Der Kotze-Blues

08    Juni

09    Keine Tränen mehr

10    Das Relikt

11    Die Welle über den Welten

12    Trag mich (durch die Wüste)

13    Das Schlaf-Lied

 

63:36 Minuten

erhältlich als Digipack mit 16-seitigem Booklet bei:




als Download:



Single "Lasst uns gehen"

Während die Pianistin und  klassische Sängerin Katharina Burges, der Schriftsteller und Textinterpret Torsten Gränzer und der ´Perkussionist und Sounddesigner Göran Schade in ihrem Programm „Jenseits schillernder Welten“ mitunter scharfzüngig die dunklen Seiten des Daseins thematisieren, wirkt ihre aktuelle Singleveröffentlichung „Lasst uns gehen“ eher sanft und versöhnlich mit der Welt. Nicht umsonst steht der Song am Ende der Aufführungen des zuweilen recht düsteren Bühnenprogramms - als Zeichen, dass bei aller Schwierigkeiten und persönlicher Hemmungen es durchaus Lebenswertes gibt, dem es sich zu widmen lohnt. Einfache Dinge wie Anerkennung, Nähe und Zuwendung finden immer in einer wohlwollenden menschlichen Gemeinschaft statt. Ein Song also gegen den Rückzug aus dieser und ein Impuls, humanistische Werte zu leben und in die Welt zu tragen.

 

Produzent Jürgen Block (u.a. Keimzeit, Filmorchester Babelsberg, Club der toten Dichter, Sandow) griff bei der Produktion die prägnanten Merkmale der einzelnen Protagonisten des Trios auf und kreierte mit ihnen ein Stück Musik im klassisch beeinflussten Pop/Rock-Gewand mit einem Hauch „80er Jahre Mainstream-Attitüde“ - wie gewohnt im warmen Analog-Sound des Blockhausstudios.

 

Zum Einspielen des Songs wurden versierte musikalische Gäste eingeladen und auch Burges, Gränzer und Schade agieren streckenweise anders, als in der Live-Umsetzung und auf dem im vergangenen Jahr veröffentlichten Album. So verlässt Göran Schade seine angestammte „Percussion-Sound-Burg“ und bildet am Drumset zusammen mit Daniel Mikulla am Fretless Bass eine groovende Rhythmus-Sektion. Katharina Burges spielt sanft-zurückhaltende Klavierlinien und stellt ihren entschlossenen Gesang zusammen mit Gränzers textlichen Interpretationen in den Vordergrund. Beide werden von berührend zarten Streicher-Arrangements getragen, eingespielt von Gabriele Kienast (Keimzeit Akustik Quintett, Violine) und Jens Naumilkat (Cello). Zum Grande Finale betreten Christian Schwechheimer (Keimzeit Akustik Quintett) und Volkmar Große (Cäsar, Renft) mit unterstützenden Backing Vocals den Raum und entlassen mit der von Martin Weigel (Keimzeit) gespielte Rock-Gitarre in pure Lebensfreude…

 

01    Lasst uns gehen

 

03:59 Minuten 

 

erhältlich als Download: